Kikimora hat geschrieben: ↑23.03.2025, 12:02
Emília Fritz hat geschrieben: ↑23.03.2025, 11:41
Möwe hat geschrieben: ↑22.03.2025, 15:34
Ebenso ist es in den Wildparks. Was soll mit den ganzen Wildschweinen passieren, die sich immer weiter (exponiental) vermehren? Nicht töten? Was soll dann mit ihnen geschehen?
Du hast den Kern des Problems als einzige erfasst.
LOL. Bis hierher habe ich wirklich versucht, dich ernstzunehmen.
Ok, damit bin ich auch raus. Viel Spaß noch.
Entschuldigung, wenn es hart und verletzend klang und war. Aber Möwe hat nun einmal präzise geschrieben, worauf ich hinaus wollte: Wenn ich die Fortpflanzung von Tieren nicht kontrollieren kann, darf man sie nicht halten.
Was würdest du denn von einem Hundebesitzer halten, der seine Hündin und deren Töchter ständig decken lässt, und wenn die Hunde zu viel werden, dann lässt er sie töten? Nur, um dann wieder von vorne anzufangen?
Kikimora hat geschrieben: ↑23.03.2025, 11:46
Bezüglich der Schwarte: für mich klang das so, als habest du darum ja explizit gebeten, um sie anfassen zu können. Dass du das anders gemeint hast mag sein, aber so eine Frage kann entsprechend missverstanden werden, bzw. sind die ja nicht ohne Grund mit diesem Vorschlag auf dich zugekommen.
Die werden kaum jeden Besucher fragen, ob die gern eine Schwarte hätten.
Und dann noch was zur kindlichen Vorstellung des „ich möchte gerne mit Tieren arbeiten“. Ja es ist doch aber so: Schüler, grad mit der Schule fertig, noch keine Ahnung vom Arbeitsleben, fangen dann naiv so eine Ausbildung an, mit noch kindlichen Vorstellungen und Idealismus.
Bei der Arbeit sieht es dann anders aus als in ihrem Playmobil-Zoo. Aber nun haben sie diese Ausbildung gemacht und vielleicht auch nicht den Mut oder nicht die Idee, was ganz anderes neu zu lernen und wieder neu anzufangen. Von welchem Geld auch?
Damit möchte ich keineswegs allen Pflegern unterstellen, dass es bei ihnen so gelaufen ist, aber es ist eine Möglichkeit.
Kikimora hat geschrieben: ↑23.03.2025, 11:46
Bezüglich der Schwarte: für mich klang das so, als habest du darum ja explizit gebeten, um sie anfassen zu können. Dass du das anders gemeint hast mag sein, aber so eine Frage kann entsprechend missverstanden werden, bzw. sind die ja nicht ohne Grund mit diesem Vorschlag auf dich zugekommen.
Ich habe gefragt, ob es im Museum eine gäbe, weil dieses zur Covid-Zeit nur sehr eingeschränkt zugänglich war, und man sich zu der Zeit nur ungerne in Räumen aufgehalten hat. Es fand sich dann ja auch eine in der Jagdschule, die ich mal anfassen durfte.
Und die Pflegerin wusste, dass ich mich mit den Wildschweinen angefreundet hatte, dass sie Namen bekommen haben und auch kamen, wenn ich sie rief (und sie gerade Lust hatten.) Mir unter diesen Umständen eine Schwarte von der nächsten Schlachtung anzubieten, ist mehr als krass.
Kikimora hat geschrieben: ↑23.03.2025, 11:46
Und dann noch was zur kindlichen Vorstellung des „ich möchte gerne mit Tieren arbeiten“. Ja es ist doch aber so: Schüler, grad mit der Schule fertig, noch keine Ahnung vom Arbeitsleben, fangen dann naiv so eine Ausbildung an, mit noch kindlichen Vorstellungen und Idealismus.
Bei der Arbeit sieht es dann anders aus als in ihrem Playmobil-Zoo. Aber nun haben sie diese Ausbildung gemacht und vielleicht auch nicht den Mut oder nicht die Idee, was ganz anderes neu zu lernen und wieder neu anzufangen. Von welchem Geld auch?
Damit möchte ich keineswegs allen Pflegern unterstellen, dass es bei ihnen so gelaufen ist, aber es ist eine Möglichkeit.
Ja, so ähnlich wird das laufen.
Die Leiterin (Das ist die auf dem Video) hat ihre Eltern (jetzt alles laut Google-Recherche) immer als Kind zu den Wölfen gehen, und dann Konrad Lorenz im Fernsehen gesehen, und wollte das auch machen. Promotion in Verhaltensbiologie, Anstellung im Tierpark und Handaufzucht der ersten Tundrawölfe nach einer in den USA erlernten Methode.
Und dann (nach ihrer Erzählung) poppten immer mehr Aufgaben auf und auf einmal war sie für Schlachtungen und vieles andere zuständig, nur nicht mehr für die Tiere, zuständig.
Sie hat sich entschieden. Für die Wölfe, dafür, dass sie ihre Interessen auf Staatskosten ausleben kann. Und hat dafür Kauf genommen, über dreißig Jahre hinweg Leichenberge aufzutürmen. Die Wölfe waren wichtiger als die eigene Ethik, denn mit einem Doktortitel in Biologie kann man eine Menge machen.
Und als die Afrikanische Schweinepest kam, hat sie alle Wildschweine töten lassen, obwohl ein paar Landkreise dazwischen lagen. Das finanzielle Risiko, am Ende den Boden abtragen zu müssen, war ihnen zu groß, kann man in der Offenbach Post nachlesen.
In Weilburg haben sie alles Erdenkliche getan, um die Wildschweine abzuschotten und sich nach dem Morden in Hanau so positioniert, dass sie nur auf Anordnung des Veterinäramtes töten. Und sie haben Wort gehalten.
Ein Mitarbeiter in Hanau, den ich sehr mochte, war gelernter Forstwirt mit Zusatzausbildung, auch der hätte etwas anderes machen können. Aber auch der hat sich mit dem Sterben arrangiert.
Ich habe Mitarbeiter am Anfang durchaus um ihren Job beneidet – viel draußen, abwechslungsreich, mit Tieren, toll. Aber je länger ich da hin gegangen bin, desto mehr habe gemerkt, wie gleichgültig und zynisch die gegenüber den Tieren sind, dass eine ganze Herde ausgerottet wurde, um Platz zu machen und damit man sich Arche-Park nennen darf; Klein-Rosie, der Wolfswelpe, die Fischotterdame, das ständige Sterben bei den Wildschweinen und nicht zuletzt das unsägliche Ponyreiten.
Ich bin ganz ehrlich: Ich weiß nicht, worum es in einem Tierpark geht. Um Tiere auf jeden Fall nicht. Wenn es um Tiere ginge, dann hätten sie nicht gegenüber der Presse erklärt, möglichst bald wieder Wildschweine anzuschaffen, damit das Sterben und die Barbarei ihnen gegenüber nicht munter weiter gehen kann.