Test: Ripper

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Leonaru
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Test: Ripper

Beitrag von Leonaru »

Bitte ins entsprechende Forum verschieben. Danke! :)

Bei Ripper handelt es sich um ein 1st-Person-FMV-Adventure von Take2 aus dem Jahre 1996. Es spielt im Los Angeles des Jahres 2040, wo ein Serienmörder namens "Ripper" ähnlich dem historischen Jack the Ripper sein Unwesen treib und offenbar zusammenhangslos Leute aufschlitzt.

Pro
+ FMVs werden nur für Dialoge und Zwischensequenzen verwendet - kein überflüssigen "Bewegungsfilme" wie in GK2
+ sehr interessante Geschichte mit verschiedenen Ausgängen
+ professionelle Schauspieler - Christopher "un-fuckin'-believable cowbell" Walken
+ schön düstere Atmosphäre
+ größtenteils gute Steuerung
+ mit der Band Blue Öyster Cult!
+ mehrere Schwierigkeitsgrade
+ schicke Arcarde-Einlagen mit drei Schwierigkeitsgraden: geringer Frust
+ keine Scannlines - das sieht man in LED-Zeiten gerne

Contra
- zum Teil hammerharte, nur begrenzt logische Rätsel
- stundenlanges Kopfzerbrechen verlängert das Spiel künstlich
- Navigation in Gebäuden dauert zum Teil Ewigkeiten
- sinnfreie Dialogoptionen - letztlich muss man sie alle wählen
- die "Hochtechologie" wirkt jetzt schon retrofuturistisch und manchmal auch einfach Lachhaft
- wenige Möglichkeiten, die Umgebung zu erkunden

Fazit: Ripper zeigt, wie man FMV in einem nutzen sollte - nämlich nicht pseudo-interaktiv. Während die Grafik sehr viel besser gealtert ist als bei machen anderen Spielen, wirkt das Spiel heute inhaltlich aber etwas grotesk - das ist z.T. aber sogar unterhaltsam. Ein FAQ ist jedem Spieler zu empfehlen, denn einige der Rätsel sind auch auf dem leichtesten Level stahlharte Nüsse.
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