Jedes Mal, wenn ein Spiel mit "Adventure" betitelt wird, wird hier euphorisch gejubelt, ohne zu wissen, ob es wirklich eins ist.
Japp, trauriges Phänomen der letzten Jahre.
Es gab zwar schon noch reichlich reinrassige Adventures, aber da ja mittlerweile jedes Action-Adventure oft als "Abenteuer" und "Adventure game" beworben wird, ist das sowas von verwässert, das man sich eigentlich auch nichts mehr im Vorfeld verlassen kann.
Krönung ist dann, wenn ein
Ron Gilbert ein
The Cave als Adventure vermarket oder
Telltale fleißig Adventures produziert.
Wenn die Leute es vorleben/ neu definieren, wie soll die Presse dann noch dagegenhalten.
Wie schon woanders geschrieben, alles was eine "Story" hat und nicht 100% klar als Shooter, Beat´em Up, Strategie- , Simmulations-, Rollen- oder Sport-Spiel definiert wird, ist folglich heutzutage klar ein "Adventure".
Erlebe ich oft bei Crowdfunding, das die Macher selber nicht so genau wissen, wie sie das Spiel klassifizieren sollen und umschreiben es mit sechs bis acht Worten, anstatt ein oder meinetwegen auch zwei Genres klar zu benennen.
Damals gab es auch genug Spiele, die nicht sauber in die Definition passen.
Aber das 20zu80 Verhältnis hat sich gefühlt zu 80zu20 verschoben..
Rein aus Adventure-Sicht traurige Entwicklung.
Rein aus Spiel-Sicht verschmerzbar, da viele der "Nicht-Adventures-die-als-Adventure-betitelt-werden" auch sehr spielenswert sind
