Comfort Games
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Comfort Games
Ich fand den heute erschienenen Podcast bei Pixeldiskurs zum Thema "Comfort Games" recht interessant.
http://pixeldiskurs.de/2019/02/03/pixel ... ort-games/
Im Podcast geht es zwar nicht dezidiert um Adventures, ich könnte mir aber vorstellen, dass dieser einen netten Anlass böte, um sich hier in unserem Winkerl mit der Frage zu befassen, welche Adventures als Seelentröster fungieren können?
Allgemeine Erkenntnis der Podcast-Plauderei ist, dass die Trostfindung wohl großteils durch Katharsis (berührende Geschichten), Ablenkung (Spiele, die voll und ganz fordern) oder ordnungsstiftende Prinzipien (Strategiespiele) erreicht werden kann und dass neben Natur insbesondere die Reise als sehr beruhigende Thematik zu gelten scheint.
(Da mein Comfort Game Nr. 1 Syberia 1 ist, kann ich dem letzten Punkt nur zustimmen.)
(Die im Podcast angerissene Unterhaltung zum Eskapismus fand ich persönlich etwas krude...)
Diese aufgezählten Lebenssituationsbewältigungsmechanismen sind ja grundsätzlich nicht neu, aber in Bezug auf Spiele kann man da, meines Erachtens, schon noch die eine oder andere Gehirnzelle damit befassen, wenn man mag.
Vor allem bei Trost durch Katharsis scheinen Adventures wohl sehr gut aufgehoben zu sein.
Weitere Ansichten, Perspektiven oder schlicht Senf jeglicher Geschmacksrichtung zum Thema hiermit erbeten.
http://pixeldiskurs.de/2019/02/03/pixel ... ort-games/
Im Podcast geht es zwar nicht dezidiert um Adventures, ich könnte mir aber vorstellen, dass dieser einen netten Anlass böte, um sich hier in unserem Winkerl mit der Frage zu befassen, welche Adventures als Seelentröster fungieren können?
Allgemeine Erkenntnis der Podcast-Plauderei ist, dass die Trostfindung wohl großteils durch Katharsis (berührende Geschichten), Ablenkung (Spiele, die voll und ganz fordern) oder ordnungsstiftende Prinzipien (Strategiespiele) erreicht werden kann und dass neben Natur insbesondere die Reise als sehr beruhigende Thematik zu gelten scheint.
(Da mein Comfort Game Nr. 1 Syberia 1 ist, kann ich dem letzten Punkt nur zustimmen.)
(Die im Podcast angerissene Unterhaltung zum Eskapismus fand ich persönlich etwas krude...)
Diese aufgezählten Lebenssituationsbewältigungsmechanismen sind ja grundsätzlich nicht neu, aber in Bezug auf Spiele kann man da, meines Erachtens, schon noch die eine oder andere Gehirnzelle damit befassen, wenn man mag.
Vor allem bei Trost durch Katharsis scheinen Adventures wohl sehr gut aufgehoben zu sein.
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Ich denke, also spinn' ich.
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"Never leave for the last minute what you can get away with not doing at all." (Pepe the King Prawn)
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Re: Comfort Games
Lebenssituationsbewältigungsmechanismen - Für mich jetzt schon das Wort des Jahres 2019.

39 Buchstaben!
Verstehe ich das richtig, daß "Comfort-Games" Spiele sind, die bei Trauer, Kummer und Stress das Wohlbefinden wieder herstellen sollen?
Wenn man das Dasein als eine Aufgabe betrachtet, dann vermag man es immer zu ertragen.
(Marie von Ebner-Eschenbach)
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Re: Comfort Games
Ablenkung durch volle Konzentration: Dota 2. Während der Matches ist man voll im Spiel drin.
Spiel zum Wohlfühlen: Undertale in Pacifist-Route, es macht Mut, berührt das Herz und gibt einem Entschlossenheit (Determination!). Was für ein Spiel...
Allgemein löst das Spielen aber keine Probleme, außer wenn man mit anderen zusammen spielt und so vielleicht seine sozialen Bindungen verbessert, aber die Chance hab ich viel zu selten.
Spiel zum Wohlfühlen: Undertale in Pacifist-Route, es macht Mut, berührt das Herz und gibt einem Entschlossenheit (Determination!). Was für ein Spiel...
Allgemein löst das Spielen aber keine Probleme, außer wenn man mit anderen zusammen spielt und so vielleicht seine sozialen Bindungen verbessert, aber die Chance hab ich viel zu selten.
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Re: Comfort Games
Spiele mögen nicht konkret Probleme lösen (außer man braucht jetzt zufällig Katzenfell für einen falschen Schnurrbart oder oder
), ich möchte aber behaupten dass sie durchaus hilfreich sein können, um eine Problemlösung zu finden, indem sie vielleicht eine andere/ungewohnte Sicht der Dinge präsentieren, andere Handlungsweisen darstellen usw. usf. und somit unser Denken erweitern.
(Wenn ich mich zum Beispiel viel ärgern muss, ist mein bestes Beruhigungsmittel nach wie vor "Doom"...
)

So würde ich das sehen, ja.
(Wenn ich mich zum Beispiel viel ärgern muss, ist mein bestes Beruhigungsmittel nach wie vor "Doom"...

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Re: Comfort Games
Also an sich wäre es sinnvoll zwischen der Aktivität selbst und der persönlichen Spieleauswahl zu unterscheiden:
Comfort Gaming = Videospiele spielen um das Wohlbefinden wieder herzustellen
Comfort Games = Die persönliche Auswahl an Videospielen, die zum "Comfort Gaming" beiträgt
Warum der Podcast das nicht so explizit macht ist mir schleierhaft. Jedenfalls verpasst man zu Beginn die Chance das wirklich explizit zu machen, auch wenn man vom "Comfort Games Modus" spricht. (Vielleicht ändert sich das hinten raus. Ich hab zur Mitte hin abgeschaltet, weil der Anfang so ein Kuddelmuddel war und die Herren so schnell ins anekdotische abgedriftet sind)
Wie beim Konsum von jedem anderen Medium auch gibt es einen Spielraum zum Reflektieren und Lernen, wenn das einzelne Werk dafür etwas her gibt. Oder was meintest du?Loma hat geschrieben: ↑04.02.2019, 19:49 Spiele mögen nicht konkret Probleme lösen (außer man braucht jetzt zufällig Katzenfell für einen falschen Schnurrbart oder oder), ich möchte aber behaupten dass sie durchaus hilfreich sein können, um eine Problemlösung zu finden, indem sie vielleicht eine andere/ungewohnte Sicht der Dinge präsentieren, andere Handlungsweisen darstellen usw. usf. und somit unser Denken erweitern.
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Re: Comfort Games
Ich glaube, dafür war dieser Podcast schlicht zu unstrukturiert.kanedat hat geschrieben: ↑04.02.2019, 23:09 Also an sich wäre es sinnvoll zwischen der Aktivität selbst und der persönlichen Spieleauswahl zu unterscheiden:
Comfort Gaming = Videospiele spielen um das Wohlbefinden wieder herzustellen
Comfort Games = Die persönliche Auswahl an Videospielen, die zum "Comfort Gaming" beiträgt

Bzw. ist es natürlich leichter (und vermutlich für eine Mehrheit interessanter), wenn man sich einfach über bestimmte Spiele unterhalten kann. Ersteres ist ein interessanter Aspekt, aber neigt vielleicht dazu, thematisch eher trocken (weil recht theoretisch) zu werden.
Bezüglich der Aktivität als solcher kann man vermutlich am besten mittles Genres unterscheiden, wie das ja auch teils im Podcast angesprochen wurde: erreicht man Wohlbefinden durch die Aktivität des Herstellens von Ordnung, spielt man Strategiespiele (statt die Wohnung aufzuräumen), als Aktivität des Ablenkens zieht man anstrengende/anspruchsvolle Spiele heran usw.
Ja, zum einen geht es sicherlich um die Möglichkeit des Reflektierens und Sinnierens über andere Perspektiven, die im Spiel vielleicht geboten werden, zum anderen denke ich aber auch an schlichte Vorbildwirkung, die natürlich nicht auf Spiele begrenzt ist (Spielcharaktere können genauso wie echte Menschen Vorbilder fürs Handeln oder den Umgang mit anderen (Situationen/Menschen) sein... wobei man in dieser Hinsicht jetzt besser nicht mehr an "Doom" denken sollte

Ich finde es ja irgendwie interessant, dass bei diversen Empfehlungsanfragen zu Spielen meist immer recht schnell viele Meldungen kommen, diese hier aber bis auf z10 bisher ausbleiben.
Als mögliche Ursache könnte ich mir vorstellen, dass es oft durchaus recht persönliche Gründe haben kann, weshalb jemand mit einem Spiel speziell verwoben ist und es dadurch eine ebenso spezielle Wirkung hat... und das mag man vielleicht nicht so gern erzählen?
(Oder war es schlicht ein Fehler, den Thread nicht "Empfehlungen für Comfort Games" zu nennen?

Aber ich mag ja zum Glück auch theoretische Unterhaltungen.

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Re: Comfort Games
Ich würde ja gerne etwas Sinnvolles hier beitragen, hab gestern da schon länger drüber nachgedacht, aber mir fällt kein Spiel ein, was ich spiele, wenn ich in irgendeiner Form leide, um das Leiden zu lindern.Loma hat geschrieben: ↑05.02.2019, 21:14
Ich finde es ja irgendwie interessant, dass bei diversen Empfehlungsanfragen zu Spielen meist immer recht schnell viele Meldungen kommen, diese hier aber bis auf z10 bisher ausbleiben.
Als mögliche Ursache könnte ich mir vorstellen, dass es oft durchaus recht persönliche Gründe haben kann, weshalb jemand mit einem Spiel speziell verwoben ist und es dadurch eine ebenso spezielle Wirkung hat... und das mag man vielleicht nicht so gern erzählen?
(Oder war es schlicht ein Fehler, den Thread nicht "Empfehlungen für Comfort Games" zu nennen?
Aber ich mag ja zum Glück auch theoretische Unterhaltungen.![]()

Ich finde, das ist auch ein zu hoher Anspruch an "Games", daß sie mehr können müssen, als uns zu unterhalten und im besten Falle zu bilden.
Bücher kämen für mich schon eher in Frage, um mir in Lebenskrisen zu helfen, weil man da konkret lesen kann, wie man seine Situation verbessert.
Wobei, ein Adventure noch dem Buch am nächsten kommt, jeweils näher als Doom oder Sim City, aber alle Adventures sind ja auch auf Spannung und Unterhaltung ausgelegt und taugen nicht als Seelentröster.
Und Vorbilder kann ich auch keine unter den Adventureprotagnisten entdecken, sind entweder Loser oder Helden.
Ganz früher war vielleicht Larry Laffer eine Art Vorbild für mich gewesen, aber wohl eher ein Negativ-Vorbild.
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(Marie von Ebner-Eschenbach)
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Re: Comfort Games
Ich kann der Liste
- Katharsis (berührende Geschichten),
- Ablenkung (Spiele, die voll und ganz fordern)
- ordnungsstiftende Prinzipien (Strategiespiele)
- Natur
- Reise
durchaus was abgewinnen und würde zum letzten Punkt "Eskapismus/Tapetenwechsel" hinzfügen. Kanedat stimme ich insofern zu, dass die Auswahl derjenigen Spiele, die solche Effekte erzeugen können, wohl stets persönlich bleibt.
Bei mir sind es inzwischen eher kurze Spiele (Wohlgefühl, etwas beendet zu haben) oder Walking Simulatoren. Das letztere Genre wird inwzischen häufig First-Person-Exploration genannt, ich fände First-Person-Narrative-Experience o.ä. besser, da es mir dabei meist um die Geschichte geht. Hier ist die spielerische Herausforderung überschaubar, und meist bekommt man Reise + berührende Geschichte geboten. Allerdings haben viele der betreffenden Spiele oftmals eine düstere Endnote.
Eine kleine Auswahl meiner "Comfort Games": Eidolon, The Long Dark, Dreamfall, Enderal, Eastshade (erscheint am 13. Februar)
- Katharsis (berührende Geschichten),
- Ablenkung (Spiele, die voll und ganz fordern)
- ordnungsstiftende Prinzipien (Strategiespiele)
- Natur
- Reise
durchaus was abgewinnen und würde zum letzten Punkt "Eskapismus/Tapetenwechsel" hinzfügen. Kanedat stimme ich insofern zu, dass die Auswahl derjenigen Spiele, die solche Effekte erzeugen können, wohl stets persönlich bleibt.
Bei mir sind es inzwischen eher kurze Spiele (Wohlgefühl, etwas beendet zu haben) oder Walking Simulatoren. Das letztere Genre wird inwzischen häufig First-Person-Exploration genannt, ich fände First-Person-Narrative-Experience o.ä. besser, da es mir dabei meist um die Geschichte geht. Hier ist die spielerische Herausforderung überschaubar, und meist bekommt man Reise + berührende Geschichte geboten. Allerdings haben viele der betreffenden Spiele oftmals eine düstere Endnote.
Eine kleine Auswahl meiner "Comfort Games": Eidolon, The Long Dark, Dreamfall, Enderal, Eastshade (erscheint am 13. Februar)
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Re: Comfort Games
Ich denke schon, daß einem Spiele helfen können, für eine kurze Zeit einer unliebsamen Lage zu entfliehen, indem man eben für die Zeit des Spielens nicht man selbst ist, sondern sich einfach in den Spielecharakter hineinversetzt. Ich glaube, das geht auch fast nur bei Adventures. In jemanden, der jede Menge Gegner abknallt, möchte zumindest ich mich nicht hineinversetzen, auch nicht in eine Comicfigur, die, um ihr Ziel zu erreichen, über lauter Dinge drüberhüpft und den bösen Gegnern, die was auf sie werfen, ausweicht.
Wenn man echt mies drauf ist, kann diese Zeit schon helfen, um wieder runterzukommen und sich der realen Situation dann nochmal neu zu widmen.
Allerdings glaube ich nicht, daß es da Spiele gibt, die das per se schaffen. Ich denke, da kommt es eher darauf an, in welchen Charakter und welche Welt man sich eben persönlich am besten hineinversetzen kann, um so der Realität etwas zu entfliehen. Das ist wohl wirklich etwas sehr Persönliches, das nennt man dann allgemein eigener Geschmack oder auch Lieblingsspiele.
Wenn man echt mies drauf ist, kann diese Zeit schon helfen, um wieder runterzukommen und sich der realen Situation dann nochmal neu zu widmen.
Allerdings glaube ich nicht, daß es da Spiele gibt, die das per se schaffen. Ich denke, da kommt es eher darauf an, in welchen Charakter und welche Welt man sich eben persönlich am besten hineinversetzen kann, um so der Realität etwas zu entfliehen. Das ist wohl wirklich etwas sehr Persönliches, das nennt man dann allgemein eigener Geschmack oder auch Lieblingsspiele.

Behalte immer mehr Träume in deiner Seele, als die Wirklichkeit zerstören kann. (indianische Weisheit)
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Re: Comfort Games
Katharisis, Ablenkung, Eskapismus – dem kann ich durchaus zustimmen.
Die Auswahl der Spiele ist sicher persönlich und vielleicht der entsprechenden Lebenssituation geschuldet, in welcher man das Spiel zu ersten mal gespielt hat.
Es gibt durchaus Spiele, bei denen sich bei mir ein gewisses Wohlbefinden einstellt. Zu denen greife ich zwar nicht bewusst um die Stimmung zu verbessern, weil ich zum Spielen ohnehin ein wenig geistige/seelische Ruhe brauche, sonst habe ich die Konzentrationsfähigkeit eines Goldhamsters. Das sind Spiele, in denen ich die Hauptcharaktere besonders sympathisch finde, was wohl der Schlüssel ist, um eine emmotionale Bindung zu einer Geschichte herzustellen.
Bei mir sind das zum Beispiel das bereits genannte Syberia, The longest Journey oder die Blackwell Spiele.
Die Auswahl der Spiele ist sicher persönlich und vielleicht der entsprechenden Lebenssituation geschuldet, in welcher man das Spiel zu ersten mal gespielt hat.
Es gibt durchaus Spiele, bei denen sich bei mir ein gewisses Wohlbefinden einstellt. Zu denen greife ich zwar nicht bewusst um die Stimmung zu verbessern, weil ich zum Spielen ohnehin ein wenig geistige/seelische Ruhe brauche, sonst habe ich die Konzentrationsfähigkeit eines Goldhamsters. Das sind Spiele, in denen ich die Hauptcharaktere besonders sympathisch finde, was wohl der Schlüssel ist, um eine emmotionale Bindung zu einer Geschichte herzustellen.
Bei mir sind das zum Beispiel das bereits genannte Syberia, The longest Journey oder die Blackwell Spiele.
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Re: Comfort Games
Danke euch.
Eskapismus ist ja spontan gerne mal eher negativ besetzt, auch im Podcast hat man sich da gründlich verzettelt beim Versuch, die Sache positiv zu betrachten. Aber es hängt vermutlich vor allem (wie so häufig) vom rechten Maß ab.
Das bezieht sich aber, meiner Meinung nach, eher auf das Spielen noch nicht bekannter Adventures. Bei bereits bekannten Spielen könnte ich mir vorstellen, dass man vielleicht sogar eine Art meditativen Flow erreicht (
), wenn das erforderliche Maß an Konzentration aufgebracht werden kann (neue Therapieform: Achtsamkeitsadventures - ignorieren Sie Ihre Atmung, konzentrieren Sie sich aufs Spiel... oder so
).
(Ich bin immerhin schon mal ganz entspannt durch Syberia 1 spaziert, ohne Kate laufen zu lassen und fand das unfassbar beruhigend.)

Eskapismus ist ja spontan gerne mal eher negativ besetzt, auch im Podcast hat man sich da gründlich verzettelt beim Versuch, die Sache positiv zu betrachten. Aber es hängt vermutlich vor allem (wie so häufig) vom rechten Maß ab.
Ja, ich glaube, dass ist vor allem bei Adventures ein wichtiger Punkt, weil man ein entsprechendes Maß an Konzentration für die Geschichte braucht, das eventuell dem Ausmaß der alltäglichen Kümmer- bzw. Ärgernisse unterliegt.
Das bezieht sich aber, meiner Meinung nach, eher auf das Spielen noch nicht bekannter Adventures. Bei bereits bekannten Spielen könnte ich mir vorstellen, dass man vielleicht sogar eine Art meditativen Flow erreicht (


(Ich bin immerhin schon mal ganz entspannt durch Syberia 1 spaziert, ohne Kate laufen zu lassen und fand das unfassbar beruhigend.)
Ich denke auch nicht, dass das eine Erwartung ist, die man gegenüber Spielen haben müsste, aber als zusätzliches Feature mag es nicht ganz ausgeschlossen sein.

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Re: Comfort Games
Das finde ich gut! Das ist tatsächlich eine Art beruhigende, selbstreflektorische Zen-Meditationsübung, dem Drang zu widerstehen, Kate losrennen zu lassen und statt dessen ganz ruhig und bewusst durch den knarzenden Schnee zu gehen.
Mit "Grim Fandango" könnte man das vielleicht auch machen. Ich finde, das Spiel hat auch so eine schöne, ruhige Atmosphäre und man müsste sich mal zwingen, Manny die weiten Laufwege nicht rennend zu absolvieren zu lassen.
Von "AER-Memorys of the Old" hab ich mir so einen meditativen Flow, von dem Du schreibst, versprochen: Seeliges Dahingleiten in immer höhere Sphären, aber es endete leider in genervtem Fluchen im verqualmten Wohnzimmer.

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Re: Comfort Games
Es braucht natürlich auch die spielerischen Antipoden, sollte der Blutdruck mal zu niedrig sein. Diese könnte man dann vielleicht "Rage Games" nennen. 

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Re: Comfort Games
Man kann solche Diskussionen durchaus interessant gestalten indem man erst Grundbegriffe etabliert und anschließend anhand von Beispielen verschiedene Aspekte aufzeigt. Aber das erfordert eben Vorbereitung und Struktur.Loma hat geschrieben: ↑05.02.2019, 21:14 Ich glaube, dafür war dieser Podcast schlicht zu unstrukturiert.
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Bezüglich der Aktivität als solcher kann man vermutlich am besten mittles Genres unterscheiden, wie das ja auch teils im Podcast angesprochen wurde[..]

Salopp gesagt ist man viel bei Geschichte und Stimmung stecken geblieben und der Aspekt der Interaktion kam eher zu kurz, obwohl das ja auch ein Kernelement des Mediums ist, der eben auch fürs Reflektieren eine große Rolle spielt.