Ich ziehe das mal 'rüber, weil ich darauf antworten wollte, ich hab' gelesen, was bereits dazu geantwortet wurde.
Joey hat geschrieben: ↑12.09.2021, 01:33
Alle meine Topftomatis, wirklich alle ohne jegliche Ausnahme, haben sich mit Stängelfäule infiziert. Keine Ahnung, ob jede einzeln, oder ob sie sich gegenseitig angesteckt haben. (Ist laut Pflanzenseiten sehr ansteckend.) Und das, bevor auch nur eine Tomate reif wurde.
Ich habe sie monatelang liebevoll gehegt und gepflegt, und nun das. Reicht Corona nicht? Muß das scheiß Wetter mir auch noch meine geliebten Tomatis töten?
Der Balkon sieht jetzt so leer und öde aus.

Und noch vor kurzer Zeit meinte meine Mom, wie schön grün es doch dort wäre.
Den Frust kann ich nachvollziehen, weil ich das auch schon öfter hatte. Am miesesten ist es, wenn man die Pflanzen selbst vermehrt oder von der Jungpflanze an betreut hat, das macht man dann ja jeden Tag über eine sehr lange Zeitspanne Arbeit, umso trauriger ist es. Ich denke, dass Du die gewöhnlichen Ratschläge kennst, deshalb will ich Dich damit nicht langweilen.
Wegen dieser Rückschläge hatte ich zwischendurch auch ausgesetzt, bzw. letztes Jahr hatte ich nur eine sehr gut tragende, teure veredelte Tomate aus einer Gärtnerei (Tomatenname mittlerweile vergessen), eintriebig gezogen (und regelmäßig ausgegeizt) unter einem Dach, die das Problem nicht hatte. Die stand in reicher Gartenerde, die wohl einfach nicht infiziert war.
Dieses Jahr wollte ich eigentlich aussetzen, weil es doch ganz schön viel Betreuung erfordert, aber in einem bekannten Markt gab es einen Tray von 6 alten Sorten, die insgesamt nicht mal das kosteten, was die Vorjahrespflanze gekostet hatte. Ich habe vier davon also doch mal ausprobiert: "Berner Rose", "grünes Zebra"," schwarze Ananas" und "schwarze Krim". Die habe ich alle in Pflanzerde mit jeweils einer Handvoll Naturdünger aus demselben Markt gepflanzt, es waren keine allzu großen Töpfe. (Alle Südseite)
Die "Berner Rose" war die einzige, die frei im Regen stand. Sie war auch die erste, von der man ernten konnte. Bis September ohne Befall, nun zeigen die neu reifenden Früchte aber vereinzelt Braunfäule-Erscheinungen. Deshalb werde ich ihre Erde in den Restmüll befördern. Sie hat relativ gut getragen und schmeckt gut, bleibt mittel in der Größe.
Das "grüne Zebra" steht unter Dach und hat mies getragen, reift jetzt erst und ich bin dann mal gespannt, wie diese Tomate schmecken wird. (Ist aber auch ein sehr verspätetes Tomatenjahr gewesen...)
Die Sorte "schwarze Ananas" kam erst spät, dann aber umso erfolgreicher. Die Früchte sind äußerst zahlreich und groß, sie eignen sich gut für Saucen oder zum Füllen, jung auch für Salat. Ein bisschen wie die Ochsenherz-Tomate.
Die "schwarze Krim" war bei mir so mittelprächtig im Ertrag, der hatte ich aber leider noch einen zweiten Trieb gelassen, vermutlich deshalb. Eine als Pflanze sehr vital aussehende Tomate mit echt leckerem Geschmack, wird sehr hoch.
Wenn Du die Nase noch nicht voll hast, Joey, würde ich dir empfehlen, nächstes Jahr eine einfache, preiswerte Dachlattenkonstruktion mit stabiler Malerfolie betackert zur Wetterseite hin, vor den Tomaten anzubringen.
Was auch sehr schön und nutzbringend auf dem Balkon funktioniert: Ab Juni in größerem Kübel (z.B. entlang eines "Estrichgitters", Baumarkt ca. 5,- €) gezogene Feuerbohnen oder ebenso in größeren Kübeln: Kartoffeln (tragen reichlich und sehen als Pflanze sehr hübsch aus) anzupflanzen.
Nachtrag @Kikimora: Die vermutlich unkaputtbarste und erfreulichste Grünblattpflanze (relativ kleinbleibend) in Büros ist imho die Grünlilie. Sie "kindelt" immerzu, selbst wenn man sie mal vernachlässigen sollte.
https://duckduckgo.com/?q=grünlilie&t=o ... &ia=images