Wie wählt ihr eure Adventures aus?
- Emília Fritz
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Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Anlässlich von Slender Threads Prolog wollte ich fragen, wie ihr jenseits von Hypes eure Spiele zum Kaufen und Spielen auswählt.
Ich frage, weil ich so gar keine Veranlassung sehe, Slender Threads zu kaufen, weil mir bei dem Spiel das Alleinstellungsmerkmal fehlt. Es ist kein Genre, was ich nicht massig vorrätig habe, es hat keinen besonderen Grafikstil wie Prim, Mundaun oder The Lost Crown und die Geschichte ist anscheinend auch nicht der Reißer.
Womit auch meine Kaufkriterien durchscheinen:
- Was habe ich in dem Genre vorrätig?
- Kann das Spiel durch ein Alleinstellungsmerkmal überzeugen?
- Wie gefällt mir die Grafik? (Pixeladventures mag ich gar nicht, dafür fand ich Memento Mori 2 schick, Prim, Mundau und The Lost Crown originell.)
- Verspricht das Spiel eine spannende Geschichte?
Dazu dann natürlich Hype-Spiele wie Baldur`s Gate 3, Red Dead Redemption oder Hogwart`s Legcay, ich bin ja auch nicht immun gegen Werbung. Eine Zeit lang habe ich Daedalic - Adventures gesammelt oder bei Boakes tue ich es immer noch.
Ich frage, weil ich so gar keine Veranlassung sehe, Slender Threads zu kaufen, weil mir bei dem Spiel das Alleinstellungsmerkmal fehlt. Es ist kein Genre, was ich nicht massig vorrätig habe, es hat keinen besonderen Grafikstil wie Prim, Mundaun oder The Lost Crown und die Geschichte ist anscheinend auch nicht der Reißer.
Womit auch meine Kaufkriterien durchscheinen:
- Was habe ich in dem Genre vorrätig?
- Kann das Spiel durch ein Alleinstellungsmerkmal überzeugen?
- Wie gefällt mir die Grafik? (Pixeladventures mag ich gar nicht, dafür fand ich Memento Mori 2 schick, Prim, Mundau und The Lost Crown originell.)
- Verspricht das Spiel eine spannende Geschichte?
Dazu dann natürlich Hype-Spiele wie Baldur`s Gate 3, Red Dead Redemption oder Hogwart`s Legcay, ich bin ja auch nicht immun gegen Werbung. Eine Zeit lang habe ich Daedalic - Adventures gesammelt oder bei Boakes tue ich es immer noch.
- Kikimora
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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Ich schaue mir manchmal Spiele aufgrund persönlicher Empfehlung an. Also ein Kollege/Kumpel spielt es, findet es toll, und ich schau's mir an, wenn es nicht zu teuer ist oder ich es womöglich sowieso schon in der Bibliothek habe, nur bisher übersehen.
Nicht immer bin ich ebenso begeistert, und manchmal breche ich solche Spiele auch wieder ab. Bei Adventures ist mir das bisher aber noch nie passiert!
Ansonsten spiel ich gelegentlich auch mal Adventures, die für einen Game Jam entwickelt wurden. Die sind erfahrungsgemäß eher kurz, aber nicht immer kurzweilig. Nicht alle spiele ich durch, nicht mit allen habe ich Spaß. Aber es ist interessant, um mal frische Ideen zu sehen. Oder einfach um sich mit zu freuen, wenn jemand geschafft hat, für einen Jam etwas auf die Beine zu stellen, sei es alleine oder im Team. Die Grafik ist mir dann nicht wichtig, auch wenn ich es natürlich toll finde, wenn es jemandem gelingt, damit innerhalb eines kurzen Jam-Zeitraums zu überzeugen.
Dann gibts manchmal noch Entwickler, die auf ihr Spiel aufmerksam machen und drum bitten, dass man mal reinguckt. Um die zu unterstützen, spiel ich manchmal rein und gebe ein bisschen Feedback. Aber nur, wenn der Entwickler/die Entwicklerin mir sympathisch ist und ich grad Lust und Zeit und Energie habe.
Und dann gibts manchmal Indie-Events auf Steam, wo ich diverse Spiele auf meine Wunschliste setze und beobachte, und dann irgendwann später wenn sie fertig sind und ich per Mail darüber informiert werde, nochmal gucke, ob sie mich immer noch interessieren. Dann spiel ich da auch mal rein. Hab da schon einige gefunden, die mir Spaß gemacht haben und die ich so - abgesehen davon, dass sie eben zu diesem passenden Anlass entsprechend beworben wurden - fast allein entdeckt habe.
Seltener entdecke ich bei einem Indie-Spielentwickler-Event wie der Amaze Spiele, auf die ich sonst nie aufmerksam geworden wäre. Da fällt mir ein, da war doch noch eines, was ich mir unbedingt noch angucken und wozu ich dann der Entwicklerin auch Feedback geben wollte ... hoffentlich find ich das noch.
Konkret bei Slender Threads bin ich mir grad nicht sicher, ob es da Geschicklichkeits/Quick Time Events oder sowas gibt ... sowas will ich in Adventures nicht. Wenn es das nicht gibt, schaue ich vielleicht mal rein. Es reißt mich nicht vom Hocker, aber Sounddesign und Sprachausgabe scheinen mir gut gemacht zu sein, und die Grafik hat für mich schon auch was Eigenes.
Also ich spiel gern auch mal Spiele, die insgesamt eigentlich ein eher amateurhaftes Niveau haben. Oder vielleicht teilweise oder überwiegend amateurhaft sind, aber dann in einem Punkt herausragen (Story, Voiceover oder was weiß ich).
Aber Baldur's Gate 3, Hogwart's Legacy oder Avatar: Frontiers of Pandora haben mich auch begeistert. Hier bin ich nicht dem Hype gefolgt ... bei Baldur's Gate 3 hatte mich sogar das User Interface sehr lange abgeschreckt und ich wollte das damit nicht spielen. Aber ich bin froh, dass ich mich überwunden habe, weil ich das Spiel wirklich sehr genossen habe und auch wieder spielen werde. Und vor allem auch Entwickler, die so ein Spiel entwickeln, gerne unterstütze.
Ich kaufe allerdings Spiele meist dann, wenn es grad einen guten Discount gibt. Vollpreis zahl ich nur in Ausnahmefällen, wenn ich aus irgendeinem Grund meine, dass es sinnvoll ist, Entwickler zu unterstützen und es mir das wert ist. Wenn ich es "einfach nur spielen will", achte ich da eher auf den eigenen Geldbeutel ...
Nicht immer bin ich ebenso begeistert, und manchmal breche ich solche Spiele auch wieder ab. Bei Adventures ist mir das bisher aber noch nie passiert!
Ansonsten spiel ich gelegentlich auch mal Adventures, die für einen Game Jam entwickelt wurden. Die sind erfahrungsgemäß eher kurz, aber nicht immer kurzweilig. Nicht alle spiele ich durch, nicht mit allen habe ich Spaß. Aber es ist interessant, um mal frische Ideen zu sehen. Oder einfach um sich mit zu freuen, wenn jemand geschafft hat, für einen Jam etwas auf die Beine zu stellen, sei es alleine oder im Team. Die Grafik ist mir dann nicht wichtig, auch wenn ich es natürlich toll finde, wenn es jemandem gelingt, damit innerhalb eines kurzen Jam-Zeitraums zu überzeugen.
Dann gibts manchmal noch Entwickler, die auf ihr Spiel aufmerksam machen und drum bitten, dass man mal reinguckt. Um die zu unterstützen, spiel ich manchmal rein und gebe ein bisschen Feedback. Aber nur, wenn der Entwickler/die Entwicklerin mir sympathisch ist und ich grad Lust und Zeit und Energie habe.
Und dann gibts manchmal Indie-Events auf Steam, wo ich diverse Spiele auf meine Wunschliste setze und beobachte, und dann irgendwann später wenn sie fertig sind und ich per Mail darüber informiert werde, nochmal gucke, ob sie mich immer noch interessieren. Dann spiel ich da auch mal rein. Hab da schon einige gefunden, die mir Spaß gemacht haben und die ich so - abgesehen davon, dass sie eben zu diesem passenden Anlass entsprechend beworben wurden - fast allein entdeckt habe.
Seltener entdecke ich bei einem Indie-Spielentwickler-Event wie der Amaze Spiele, auf die ich sonst nie aufmerksam geworden wäre. Da fällt mir ein, da war doch noch eines, was ich mir unbedingt noch angucken und wozu ich dann der Entwicklerin auch Feedback geben wollte ... hoffentlich find ich das noch.
Konkret bei Slender Threads bin ich mir grad nicht sicher, ob es da Geschicklichkeits/Quick Time Events oder sowas gibt ... sowas will ich in Adventures nicht. Wenn es das nicht gibt, schaue ich vielleicht mal rein. Es reißt mich nicht vom Hocker, aber Sounddesign und Sprachausgabe scheinen mir gut gemacht zu sein, und die Grafik hat für mich schon auch was Eigenes.
Also ich spiel gern auch mal Spiele, die insgesamt eigentlich ein eher amateurhaftes Niveau haben. Oder vielleicht teilweise oder überwiegend amateurhaft sind, aber dann in einem Punkt herausragen (Story, Voiceover oder was weiß ich).
Aber Baldur's Gate 3, Hogwart's Legacy oder Avatar: Frontiers of Pandora haben mich auch begeistert. Hier bin ich nicht dem Hype gefolgt ... bei Baldur's Gate 3 hatte mich sogar das User Interface sehr lange abgeschreckt und ich wollte das damit nicht spielen. Aber ich bin froh, dass ich mich überwunden habe, weil ich das Spiel wirklich sehr genossen habe und auch wieder spielen werde. Und vor allem auch Entwickler, die so ein Spiel entwickeln, gerne unterstütze.
Ich kaufe allerdings Spiele meist dann, wenn es grad einen guten Discount gibt. Vollpreis zahl ich nur in Ausnahmefällen, wenn ich aus irgendeinem Grund meine, dass es sinnvoll ist, Entwickler zu unterstützen und es mir das wert ist. Wenn ich es "einfach nur spielen will", achte ich da eher auf den eigenen Geldbeutel ...
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- Emília Fritz
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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Ich war mal so frech, und habe die Diskussion in einen anderen Thread gestopft, um Old Skies zu damit vollzuspammen.LittleRose hat geschrieben: ↑15.02.2025, 13:13Mit anderen Worten du suchst bei Adventures das, was ich bei Fantasy-Buchreihen suche. Ja, das kann ich nachvollziehen.Emília Fritz hat geschrieben: ↑15.02.2025, 11:06Zumindest dem Augenschein nach würde ich das nicht als Alleinstellungsmerkmal sehen. Wenn man es so haarspalterisch sieht, ist jede Neuverfilmung ein wenig anders.LittleRose hat geschrieben: ↑14.02.2025, 23:40
Bei A New Beginning bist du aber nur in unserer Gegenwart unterwegs.
Wenn ich spiele, dann will ich etwas haben, was ich noch nicht erlebt habe. The Lost Crown ist durch seine Atmosphäre und Machart so ein Spiel, Mundau auf jeden Fall auch. Keines der beiden Spiele hat ein vergleichbares Pendant. Das sind sicherlich Extreme.
Aber das andere Extrem ist die große Masse, bei der man sofort Vergleiche zieht.
Dann ist Old Skies wahrscheinlich wirklich nichts für dich.
Ich muss sagen, dass ich sehr wenig spiele, ich habe mit Mundau nun nach Röki und Martha is dead das dritte Spiel in der Mache. Mir hat auch Prim letztes Jahr gefallen, und ich hätte es auch durchgespielt, wenn ich nicht von der Gesundheit drei Wochen ausgefallen wäre.
Und wenn man wenig spielt, dann sucht man natürlich das Besondere, in welches man Zeit investiert. Und man spielt nach Jahren ein Spiel, von dem man weiß, dass es einem irgendwann mal gefallen hat.
Ich hoffe, ich trete Cohen nicht zu nahe, aber ich gehe davon aus, dass er sehr viele Wiederholungen hat. So wie jemand, der viel Fernsehen guckt und dann den xten Krimi akzeptiert. Oder wie jeder Normalo, der auch mal ein mittelmäßiges Essen isst.
Je seltener man etwas macht, umso anspruchsvoller wird man wahrscheinlich.
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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Ach ich kann mir aber schon auch vorstellen, dass gerade wenn man schon etliche Spiele gespielt hat und kennt, man dann auch mal was besonderes Neues sucht, was man nicht bereits 10x in anderen Spielen gesehen hat.
Also sagen wir, Dir gefällt Spiel D ganz besonders, ABC hast du nicht gespielt. Und ein Vielspieler hat alle gespielt und kann dann sagen, D ist genauso wie A und B, aber A war eigentlich von diesen für ihn das Beste.
Die Hauptsache ist doch, dass es einem selbst gefällt und Spaß macht. Kein Spiel kann alle gleichermaßen begeistern.
Also sagen wir, Dir gefällt Spiel D ganz besonders, ABC hast du nicht gespielt. Und ein Vielspieler hat alle gespielt und kann dann sagen, D ist genauso wie A und B, aber A war eigentlich von diesen für ihn das Beste.
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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Mich beschäftigen andere Spieltypen länger, z.B. "Aer", "Rime" oder "Sable". Es muss eine überzeugende Art von Grafik haben, der Stil muss mir gefallen. Die klassischen Pixelspiele spiele ich praktisch kaum noch, ich möchte die Spielewelt auch erleben können, nicht nur Dialoge führen oder Dinge zusammenbasteln. Deshalb kommen auf Platz 1 der Auswahl alle Myst-ähnlichen Spiele. Kriterium Nr. 2 wäre eigentlich deutsche Sprachausgabe, aber das kann man sich inzwischen abschminken, weshalb ich kaum noch neue Spiele kaufe. Kriterium Nr. 3 ist ganz bestimmt der Preis. Mein teuerstes Spiel in letzter Zeit lag irgendwo bei 30 Euro (ein Cyan-Spiel). Wenn man 120 Euro für den Flugsimulator nicht mitzählt. Das Thema an sich ist nicht ganz so wichtig, aber reine Detektivgeschichten mit Mord mag ich nicht so, weil ich im TV mit Krimis schon zugeschissen werde...
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Léon: "Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin alt genug, doch ich muss noch erwachsen werden."
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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Eine deutsche Sprachausgabe motiviert mich ebenfalls eher, einen Kauf abzuschließen, als wenn ich auf Englisch mit Untertiteln spielen muss.
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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Für mich zählt eine tiefgründige Story (mit oder ohne Humor) mit sympathischen / interessanten Charakteren in Kombination mit Rätseln, bei denen man nicht nur Gegenstände anwendet, sondern auch etwas "Ausserhalb der Kiste" denken muss, wie es im Neudeutsch so schön heisst. Ein Soundtrack voller Ohrwürmer ist ein toller Bonus. Der Grafikstil - ob Pixel oder Hochglanz 3D - ist mir, wenn das sonst alles stimmt, relativ egal. Let me know, wenn ihr Tipps habt 

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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Da ließe sich direkt bohren: Was macht Charaktere für dich "sympathisch"?Nici hat geschrieben: ↑20.02.2025, 22:14 Für mich zählt eine tiefgründige Story (mit oder ohne Humor) mit sympathischen / interessanten Charakteren in Kombination mit Rätseln, bei denen man nicht nur Gegenstände anwendet, sondern auch etwas "Ausserhalb der Kiste" denken muss, wie es im Neudeutsch so schön heisst. Ein Soundtrack voller Ohrwürmer ist ein toller Bonus. Der Grafikstil - ob Pixel oder Hochglanz 3D - ist mir, wenn das sonst alles stimmt, relativ egal. Let me know, wenn ihr Tipps habt![]()

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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Gute Frage. Denke braucht da alle Elemente/Sinne: Was der Charakter sagt, was er macht, und dazu muss natürlich auch das Aussehen passen (Mimik, genereller Look - bei süssen Tieren/Wesen hast du mich sowieso). Dann natürlich auch, was ihm/ihr widerfährt: Underdog/Antihelden sind uns oft sympathisch (Donald Duck mag ja fast jeder lieber als Mickey). Am Ende ist es wohl gar nicht so anders, wie im echten Leben, wo uns gewisse Menschen/Lebewesen einfach sympathisch sind.Da ließe sich direkt bohren: Was macht Charaktere für dich "sympathisch"?![]()
... kleine Ergänzung, wenn ich so darüber nachdenke: "Widersacher" müssen nicht unbedingt sympathisch sein im klassischen Sinne - da reicht "cool" vollkommen aus

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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Daedalic hat gerne unsympathische Charaktere, dennoch war zumindest „Deponia“ ein guter Erfolg. Vielleicht ist es vielen Spielern gar nicht wichtig, dass die Figuren sympathisch sind (oder nervig...). (?)
Da der Spieler unwissend ist, erfordert das meist eine „blauäugige, naive“ Sichtweise der Spielfigur auf das Spieluniversum (dieser „Fisch außerhalb des Wassers“-Effekt). Deshalb sind viele Figuren stellvertretend für unseren eigenen Lernfortschritt. Sie bekommen dadurch etwas kindliches, weil sie viel fragen und auskundschaften müssen. Der „coole“ Typ fragt nicht und wirkt dadurch manchmal arrogant und unsympathisch. Wobei Menschen, die im realen Leben allzuviel fragen, auch nerven können...
Da der Spieler unwissend ist, erfordert das meist eine „blauäugige, naive“ Sichtweise der Spielfigur auf das Spieluniversum (dieser „Fisch außerhalb des Wassers“-Effekt). Deshalb sind viele Figuren stellvertretend für unseren eigenen Lernfortschritt. Sie bekommen dadurch etwas kindliches, weil sie viel fragen und auskundschaften müssen. Der „coole“ Typ fragt nicht und wirkt dadurch manchmal arrogant und unsympathisch. Wobei Menschen, die im realen Leben allzuviel fragen, auch nerven können...

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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Absolut bei dir. Deponia bzw. Rufus ist für mich das perfekte Beispiel vom Antiheld, den ich erwähnt habe: er ist zwar eigentlich ein A***, aber auch ein Underdog und dadurch irgendwie "sympathisch" - man connected, kann nicht wegschauen, wie er es immer wieder versucht, um dann nach zig Fehlschlägen sein Ziel doch zu erreichen.Uncoolman hat geschrieben: ↑20.02.2025, 23:07 Daedalic hat gerne unsympathische Charaktere, dennoch war zumindest „Deponia“ ein guter Erfolg. Vielleicht ist es vielen Spielern gar nicht wichtig, dass die Figuren sympathisch sind (oder nervig...). (?)
Da der Spieler unwissend ist, erfordert das meist eine „blauäugige, naive“ Sichtweise der Spielfigur auf das Spieluniversum (dieser „Fisch außerhalb des Wassers“-Effekt). Deshalb sind viele Figuren stellvertretend für unseren eigenen Lernfortschritt. Sie bekommen dadurch etwas kindliches, weil sie viel fragen und auskundschaften müssen. Der „coole“ Typ fragt nicht und wirkt dadurch manchmal arrogant und unsympathisch. Wobei Menschen, die im realen Leben allzuviel fragen, auch nerven können...![]()
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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Ich finde es interessant, dass du als Beispiel auch die Disney-Charaktere gebracht hast. Ich habe die Lustigen Taschenbücher als Kind gerne gelesen, ebenso Micky Mouse. Aber so richtig sympathisch fand ich keinen einzigen, weil alle eine (für mich) irgendwie nervige Macke hatten. Vielleicht noch Tick, Trick und Track, auch wenn ich die nie auseinander halten konnte. Aber na gut, doch ... Donald ... der kann einem schon Leid tun. Aber ich hätte irgendwie jetzt zB keine Lust, ihn als Charakter in einem Spiel zu steuern.
Mein Bruder und ich haben gerne A-Hörnchen und B-Hörnchen gespielt, aber das endete doch immer nur im Streit, wer A-Hörnchen sein darf, weil B doof ist. Aber das neunmalkluge A-Hörnchen ist ja nun auch nicht wirklich sympathisch.
Rufus ist ein sympathisches A***, aber er wirkte auf mich auch immer ein bisschen wie ein (lieb gemeinter) Abklatsch von Guybrush, in schönem eigenen Design.
Tatsächlich fand ich es allerdings wirklich reizvoller, einen Rufus zu spielen, der was eigenes neues war, als wenn ich jetzt zB ein Abenteuer als Bart Simpson oder Lisa Simpson erleben würde, weil deren Persönlichkeit schon so bekannt und festgeschrieben ist. Mal ganz abgesehen davon, dass sowas immer unbezahlbare Lizenzkosten mit sich brächte. Aber auch das Risiko, dass jemand eben diese sowieso nur ausschlachten möchte, und dann zwar ein bekannter Name drauf steht für den Hype, aber nichts wirklich Interessantes drin steckt, weil Leute wegen der Marke ja eh alles kaufen ...
Also ich mag da auch bei Spielen an sich die "Underdogs", neue Geschichten mit neuen (Anti)-"Helden". Und brauche kein zehntes Monkey Island. Auch wenn ich zugegebenermaßen aus Neugier auch da den aktuellsten Teil gespielt habe.
Mein Bruder und ich haben gerne A-Hörnchen und B-Hörnchen gespielt, aber das endete doch immer nur im Streit, wer A-Hörnchen sein darf, weil B doof ist. Aber das neunmalkluge A-Hörnchen ist ja nun auch nicht wirklich sympathisch.
Rufus ist ein sympathisches A***, aber er wirkte auf mich auch immer ein bisschen wie ein (lieb gemeinter) Abklatsch von Guybrush, in schönem eigenen Design.
Tatsächlich fand ich es allerdings wirklich reizvoller, einen Rufus zu spielen, der was eigenes neues war, als wenn ich jetzt zB ein Abenteuer als Bart Simpson oder Lisa Simpson erleben würde, weil deren Persönlichkeit schon so bekannt und festgeschrieben ist. Mal ganz abgesehen davon, dass sowas immer unbezahlbare Lizenzkosten mit sich brächte. Aber auch das Risiko, dass jemand eben diese sowieso nur ausschlachten möchte, und dann zwar ein bekannter Name drauf steht für den Hype, aber nichts wirklich Interessantes drin steckt, weil Leute wegen der Marke ja eh alles kaufen ...
Also ich mag da auch bei Spielen an sich die "Underdogs", neue Geschichten mit neuen (Anti)-"Helden". Und brauche kein zehntes Monkey Island. Auch wenn ich zugegebenermaßen aus Neugier auch da den aktuellsten Teil gespielt habe.
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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Daniel Düsentrieb war für mich eher ein Vorbild als z.B. Dagobert. Was für Disney-Figuren gilt, gilt bestimmt auch für Fix und Foxi und all die anderen Comics. Es gibt Stereotypen, und wie im Film sind die eigentlichen Helden die Oberguten, was nervig und langweilig ist. Mickey war immer per du mit Komissar Hunter, was ihn vorhersehbar und öde machte. Die Antagonisten, wie Madame Mim, Panzerknacker oder Gundel Gaukeley waren eben interessanter, vor allem durch ihr Scheitern. Am langweiligsten war Gustav Gans, der ja niemals eine Regenwolke von unten gesehen hatte... Die Macke an sich ist ja nicht schlimm, aber sie sollte erträglich und nachvollziehbar bleiben.
Bei einer Spielfigur ist es schon ein wichtiger Aspekt, ob ich ihn / sie über viele Stunden, Tage, Wochen begleiten möchte. Das gute Beispiel ist April Ryan aus "The longest Journey", die meiner Meinung nach gut die Mitte zwischen zu doof / zu altklug / zu zickig gefunden hatte. Sie war einfach „lieb“. Bei Kate aus „Syberia“ wurde ähnliches angewandt. „Edna“ war dieser eine Fall, in dem die Figur fies genug für überraschende und komische Momente, aber nicht fies genug für eine Ablehnung war. Da kommt auch der Trotz der Jugend raus, die gegen alles und jeden rebellieren muss. Die Fortsetzungsfigur „Lilly“ war für mich zu überzeichnet und künstlich. Sie war eigentlich keine menschliche Figur, sondern ein Cyborg, weshalb ich mit „Harveys neue Augen“ nicht so recht warm wurde.
Bei einer Spielfigur ist es schon ein wichtiger Aspekt, ob ich ihn / sie über viele Stunden, Tage, Wochen begleiten möchte. Das gute Beispiel ist April Ryan aus "The longest Journey", die meiner Meinung nach gut die Mitte zwischen zu doof / zu altklug / zu zickig gefunden hatte. Sie war einfach „lieb“. Bei Kate aus „Syberia“ wurde ähnliches angewandt. „Edna“ war dieser eine Fall, in dem die Figur fies genug für überraschende und komische Momente, aber nicht fies genug für eine Ablehnung war. Da kommt auch der Trotz der Jugend raus, die gegen alles und jeden rebellieren muss. Die Fortsetzungsfigur „Lilly“ war für mich zu überzeichnet und künstlich. Sie war eigentlich keine menschliche Figur, sondern ein Cyborg, weshalb ich mit „Harveys neue Augen“ nicht so recht warm wurde.
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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
An Rufus finde ich rein gar nichts sympathisch. Er ist einfach nur ein weiterer toxischer Kerl. Irgendwann sind für mich Grenzen überschritten. Daran finde ich dann nichts mehr lustig und sehe bloß, dass ich mit einem solchen Charakter nichts zu tun haben möchte... ebenso wenig wie im realen Leben. Deswegen lehne ich einen solchen Titel dann auch ab. Es gibt leider zahlreiche solcher Beispiele innerhalb des Adventuregenres. Der Protagonist von Fable zum Beispiel zerstört das gesamte Spiel für mich, weil er sich unfassbar fies und sexistisch verhält... und auch nicht gerade pazifistisch. Leider betrachte ich heute allerdings auch Simon The Sorcerer 2, eigentlich noch immer ein ziemlich gutes Spiel, in dieser Hinsicht als Negativbeispiel. Simons Kommentare sind mitunter nicht mehr zu ertragen und bewegen sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Umso besser ist in diesem Fall das Ende des Spiels, da er dann ja irgendwie bekommt, was er verdient hat. 
Die Frage, wie ich meine Adventures auswähle, ist leicht zu beantworten. Ich wähle sie aus, wie ich auch Filme auswähle, die ich mir im Kino ansehen möchte. Der Trailer muss mich begeistern, faszinieren, berühren. Wenn dies nicht geschieht, ist die Wahrscheinlichkeit zumindest gering, dass ich einem Spiel eine Chance gebe. Alles ist subjektiv und Begeisterung entsteht im Herzen, nicht im Kopf. Persönliche Empfehlungen sind deshalb auch meist nicht allzu relevant für mich. Eine umfassende Spielebesprechung ist dann doch hilfreicher, wenn ich meinen Ersteindruck zu einem Spiel bestätigen lassen oder mich vom Gegenteil überzeugen lassen will.

Die Frage, wie ich meine Adventures auswähle, ist leicht zu beantworten. Ich wähle sie aus, wie ich auch Filme auswähle, die ich mir im Kino ansehen möchte. Der Trailer muss mich begeistern, faszinieren, berühren. Wenn dies nicht geschieht, ist die Wahrscheinlichkeit zumindest gering, dass ich einem Spiel eine Chance gebe. Alles ist subjektiv und Begeisterung entsteht im Herzen, nicht im Kopf. Persönliche Empfehlungen sind deshalb auch meist nicht allzu relevant für mich. Eine umfassende Spielebesprechung ist dann doch hilfreicher, wenn ich meinen Ersteindruck zu einem Spiel bestätigen lassen oder mich vom Gegenteil überzeugen lassen will.
Mein Fortsetzungsroman: Topsys Mondjahr.
Clara im Labyrinth des Grauens und weitere Twine-Stories sowie Mini-Adventures: fireorange bei itch.io!
Bäckerin von: Beyond the Edge of Owlsgard, A Twisted Tale, Beyond Shadowgate, Twilight Oracle, Cronela's Mansion.
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Re: Wie wählt ihr eure Adventures aus?
Daniel Düsentrieb würde ich jetzt auch buchen als sympathische Figur, und eben persönlich Donald, vor allem als Phantomias, da er da auch mal gewinnt. Beim Antagonisten Klaas Klever & Mac Moneysac.Uncoolman hat geschrieben: ↑21.02.2025, 00:56 Daniel Düsentrieb war für mich eher ein Vorbild als z.B. Dagobert. Was für Disney-Figuren gilt, gilt bestimmt auch für Fix und Foxi und all die anderen Comics. Es gibt Stereotypen, und wie im Film sind die eigentlichen Helden die Oberguten, was nervig und langweilig ist. Mickey war immer per du mit Komissar Hunter, was ihn vorhersehbar und öde machte. Die Antagonisten, wie Madame Mim, Panzerknacker oder Gundel Gaukeley waren eben interessanter, vor allem durch ihr Scheitern.
Simon 2 hatte ich ganz vergessen, passt in die Reihe bzw. Simon war schlimmer als Rufus. Hatte es ziemlich direkt, als es herauskam, gespielt (kurz gegoogelt: war vor exakt 30 Jahren) und erinnere mich, dass ich Simon schon damals als zu fies gegenüber dem Mädchen im Laden empfand (das Wort "Sexismus" kannte ich damals sehr wahrscheinlich noch nicht). Finde ich jetzt auch nicht cool.fireorange hat geschrieben: ↑21.02.2025, 09:24 Leider betrachte ich heute allerdings auch Simon The Sorcerer 2, eigentlich noch immer ein ziemlich gutes Spiel, in dieser Hinsicht als Negativbeispiel. Simons Kommentare sind mitunter nicht mehr zu ertragen und bewegen sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Umso besser ist in diesem Fall das Ende des Spiels, da er dann ja irgendwie bekommt, was er verdient hat.
Glaube auch, dass die Balance wichtig ist - nicht zu fies, nicht zu langweilig (in letzter Kategorie würde für mich Kate von Syberia jetzt persönlich schon etwas hineinfallen - aber da haut es die Atmosphäre und vor allem der Soundtrack raus.). Und auch den Punkt mit neuen frischen Charakteren, nicht die ständige Aufwärmung derselben, finde ich super.
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