Kikimora hat geschrieben: ↑20.03.2025, 13:51
Was wäre denn die Alternative, um mit der Überbevölkerung umzugehen? (abgesehen davon, gar nicht erst einen umzäunten Tierpark zu erschaffen, wo Tiere, wenn das Futter und der Raum nicht reicht, nicht weiterziehen können)
Ich glaube nicht, dass alle Menschen, die in Tierparks arbeiten, diese Einstellung haben. So rum ist es doch genauso: Du hast ein Videobeispiel, wo einer sowas erzählt, aber der kann nicht für alle Menschen stehen, die in dem Bereich arbeiten. Ich meine, warum trifft denn jemand die Entscheidung, Tierpfleger zuwerden? Es liegt doch nahe, dass die Person "gerne mit Tieren arbeiten würde, weil sie Tiere mag". Dass die Realität in den Parks aber dann anders aussieht als in der Vorstellung, muss dem ja nicht widersprechen.
Ich verbinde im weitläufigen Vogelpark Mahlow mit den begehbaren Freiflugvolieren und im großen Tierpark in Ostberlin an sich positive Erinnerungen. Man sieht da nicht immer alle Tiere, weil sie Räume haben, sich zu verstecken.
Aber ich verstehe auch total, dass dich diese Vorstellung, dass die Tiere eingesperrt sind, um von Menschen angegafft werden zu können, anwidert.
Das sehe ich genauso.
Menschen die Tierpfleger werden wollen mit Tieren zusammenarbeiten und ihnen helfen.
Ich denke nicht das was in Dokus zu Tierparks/Zoos gezeigt wird gestellt wird. denn immerhin gibt es da auch sicher mal Kontrollen um zu überprüfen ob die Tiere dort in guten Bedingungen leben.
Die täten sich langfristig selber ins Bein schießen, täten sie Fake Reportagen im Tv bringen die sie ausschließlich nur gut darstellen, wenn das nicht der Wahrheit entsprechen würde.
Zoos stehen ebenso für Artenschutz, viele Tierarten würden wohl ohne Zoos aussterben, und sie bieten den Menschen eine Möglichkeit Tiere besuchen, erleben, sehen zu können und mit ihnen etwas sozial interagieren zu können.
Diesen Standpunkt finde ich schön.
Das eingesperrt werden ist mir zu drastisch schwarz weiß denken, wäre es denn besser für Tiere die vor dem aussterben sind lieber im freien zu lassen,und das sie Gefahr dann laufen einem Jäger vor die Linse zu laufen,oder das sie aussterben können, weil sie es alleine nicht mehr schaffen?
Ja wenn der Mensch da untersützend eingreift finde ich das gut.
Emília Fritz hat geschrieben: ↑20.03.2025, 15:43
Kikimora hat geschrieben: ↑20.03.2025, 13:51
Was wäre denn die Alternative, um mit der Überbevölkerung umzugehen? (abgesehen davon, gar nicht erst einen umzäunten Tierpark zu erschaffen, wo Tiere, wenn das Futter und der Raum nicht reicht, nicht weiterziehen können)
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Aber ich verstehe auch total, dass dich diese Vorstellung, dass die Tiere eingesperrt sind, um von Menschen angegafft werden zu können, anwidert.
Ich habe ich ja mal das Knubbel-Video gepostet und nicht nur hier, sondern auch in einem Jäger-Forum, zwecks Ansprache.
Und jenseits dessen schrieben sie zwei wichtige Dinge:
1.) Bleibe da weg, das wird böse enden. Und es ist sehr böse geendet. Das Morden an den Müttern, den großen Keilern, und den Überläufern zum Jahreswechsel 22/23. Dann die Ermordung aller Wildschweine im Sommer 24. Nun die Tötung der Weilburger Wildschweine, bei der auch Hanauer Wildschweine dabei waren. Schlingel war one in a million, aber es gab viele tolle Charaktere – Spaßkanonen, wilde Hummeln, schüchterne, stoffelige. Mich hat es innerlich vollkommen zerbrochen.
2.) Um zu unserer Diskussion rückzukehren: Das ist ein zynisches Geschäft. Und es ist ein zynisches Geschäft. Die niedlichen Frischlinge begeistern die Besucher, durch Mundpropaganda kommen noch mehr. Und wenn sie sich mehr süß und niedlich sind, werden sie mit 2-3 Jahren getötet und zu Wurst verarbeitet. Den anderen Tierkindern geht es auch so.
Die Lösung: Wenn sich Tiere so stark vermehren, dass ich sie nur durch Töten halten kann, dann ist die Haltung nicht vertretbar. Dann muss man sich in ein Zuchtprogramm für seltene Schweinerassen einklicken. Und / oder man gibt den Schweinen Verhütungsmittel, wie Jäger das teilweise im Wald tun. Aber dann wird das Geschäftsmodell allerdings empfindlich gestört.
Ich habe viel mitbekommen, mit verschiedenen Tierarten und ich kann nach all der Zeit nicht sagen, worum es in einem Tierpark geht. Um Tiere jedenfalls nicht.
Wenn ich alleine an das Ponyreiten jedes Wochenende denke, die Ponys konnten und wollten nicht mehr, sind in den Streik getreten und wurden gerade wiedereingesetzt. Geführt von Laien, immer auf einer Hand, was die Muskulatur einseitig belastet. Das zeigt einem keiner in einer Doku.
Oder dann haben sie sich in der Zeitung dafür feiern lassen, dass sie eine betagte Fischotterdame aufnehmen, damit sie einen ruhigen Lebensabend haben kann. Irgendwann fragte ich mal, wann sie denn käme. „Gar nicht. Sie würde nur im Häuschen rumhocken und denen nichts bringen.“
Ich könnte von einer ganzen Herde Schottischer Rinder erzählen, die getötet wurde, damit sie Platz für Rotes Höhenvieh haben und sich Arche-Park nennen können.
Oder von einem Wolfswelpen, der ohne Vorbereitung in ein anderes Wolfsgehege gesetzt wurde, und den Besucher am nächsten Tag zerfleischt fanden. Hoffen wir mal, dass keine Kinder dabei waren.
Das sind alles schon sehr heftige Anschuldigungen gibts dazu auch Quellen?
Klar sollte man Tiere nicht qäulen.
Nur warum wurden die Wildscheine getötet? Wegen dem Organschaden?oder der Grippe nun? Das geht aus dem Beitrag nicht so ganz klar hervor hier nun.
Meistens erfolgen so Massentötungen doch leider nur weil man ein weiterer verbreiten einer Seuche, oder einem Virus/Bakterium der sich rasant schnell verbreitet dem vorbeugen will.
Finde die Tötungsvariante aber auch etwas übertrieben, das sollte nur zum Einsatz kommen wenn die Tiere nur noch am leiden sind, und keine Behandlung mehr hilft.
Ja das ist zynisch mit den Wildschweinchen, sie solang zeigen wie sie niedlich sind und dann wenn sie erwachsen werden sie zu töten.
Das mit dem Ponyreiten, keiner will Ponys schaden denke ich?
Kann man es nicht so machen das man am Tag dann zb nur 3-4 Kindern erlaubt auf dem Pony zu reiten?
Halt nur soviel zu lassen wieviel verträglich für das Pony gesundheitlich ist, und zu kranke Ponys gar nicht erst zum reiten für Kinder zu lassen.
Die Beispiele gefallen mir alle nicht, bei allem hätte man die Tötung vermeiden können.
Kann nicht bei allem nachvollziehen warum man sie unbedingt töten musste? Es hätte eine andere Löung gefunden werden können.
Das mit den Wolfswelpen finde ich besonders tragisch, ist ja klar das der ohne Schutz von den Eltern dann eine leichte Beute für die anderen Wölfe da war.
Da wundert mich das Verhalten der anderen Wölfe aber doch sehr?
Dachte Wölfe sind soziale Rudeleltiere, und sie schützen jedem im Rudel weil sie ihr Rudel als ihre Familie ansehen?