Kradath hat geschrieben:Wenn du auch nur 2 mal Nachrichten gesehen hast solltest du schon wissen wie oft die Libyer sagten, dass sies diesmal selbst in die Hand nehmen wollen, alle zusammen.
Ja diese Aussage kenne ich zu genüge und daß kenne ich nicht nur aus Libyen. Die Geschichte zeigt mir aber, daß solche Aussagen eben so musterhaft wie wertlos sind.
Kradath hat geschrieben:Weil sie damals einem "Heilsbringer", wie im Iran, vertrauten. Den gibt es jetzt nicht! Das Volk hat die Gewalt in der Hand und die westliche Welt als Hilfe.Wenn sich da einer aufspielt und sich gegen das Volk richten würde, was würde denn dann passieren? Die legen ihre Waffen nieder und ergeben sich gegen die einzelne Person? Nein.
Ich wiederhole gerne das Argument, aber wo ist bitte sehr der Unterschied? Die Erwartung das es einen "Heilsbringer" gibt ist ebenso menschlich wie sie offenkundig falsch ist. Die libyischen Aufstände begannen im sowieso aufständischen / gebeuteten Osten des Landes, hatten etwas Rückenwind durch die Umstürze in den "Nachbarstaaten" und gelangen nur durch die Unterstützung des Westens. Das war damals nicht großartig anders, nur daß nun der Kalte Krieg vorbei ist, was aber nicht ausschließt, daß der Westen versucht eine Marionettenregierung zu etablieren.
Meiner Ansicht nach reicht der Durchschnittliche Bildungsstand Libyens nicht aus um von selbst eine Demokratie zu werden und westliche Hilfe muß an den unterschiedlichen Kulturen scheitern.
JoeX hat geschrieben:Und unseren Nachrichten solltest du auch nicht zuviel vertaruen. Denn kommischerweise wurde hier nie wirklich über die Kriegsverbrechen der Aufständigen berichtet, oder ob die NATO zum Schutz der Bevölkerung dort ist oder doch mehr eine bestimmte Seite unterstützten wollte.
Die Nachrichtenerstattung war schon ok, aber westlich geprägt mit einem Schuß "Schurkenstaat". Das ist eine Frage, wem man sein Vertrauen schenkt. Die Kriegsverbrechen erschüttern mich nun nicht, da ich schon sagte, daß Bürgerkriege meistens die erbarmungslosesten Kriege sind.
PS: Was Ninas Ex schreibt, stimmt meiner Meinung nach im Ganzen.
Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt. - Joseph Rudyard Kipling (1865 - 1936)
Bitte nicht für geistig normal ansehen. Entweder versuche ich gerade humorvoll zu sein oder der Hammer hat wieder einmal den Dachstuhl beschädigt.