Monsieur Montreaux macht sich nicht so sehr die Finger dreckig, wie man schon am Endspiel sieht. Er ist mehr für die Ernte des Erfolges zuständig. Für die Drecksarbeit hat er seine leicht transformierten Vampire. Da man in einer kleinen Vision von Gabriel sieht, wie die Mörder hinter den Opfern schweben, finde ich die Vampire wahrscheinlicher. Gabriel träumt auch, wie sie ein Fenster öffen und ein Zimmer betreten, bloß vermischt er dies mit seiner Sorge um Grace und verzerrt wohl so die Vision. Aber für es werden wohl die Vampire gewesen sein, die sich dem armen Wilkes nähern.
Aber das wäre wohl noch zu diskutieren.
Was sagt ihr eigentlich zu dem mysteriösen Dr. Wen?
Und seiner Alien-haben-uns-einen-Samen-da-gelassen-These?
Anfangs fand ich sie ziemlich irre (und Grace reagiert auch nicht sehr begeistert, als Estelle ins Detail gehen will), aber je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr finde ich, dass man etwas daraus machen könnte.
Hier meine kleine Spinnerei:
Es ist noch völlig ungeklärt, woher diese Bestandteile im Blut kommen, die Menschen über den menschlichen Status bis hin zum KK hinwegheben können. Und woher das Wissen kommt, dass die geheime Bruderschaft besessen hat. Das, was sie „Rituale“ und „Magie“ nennen, scheinen Blutuntersuchungen, Genbestimmungen und Zuchtmethoden zu sein. Davon verstehen sie nichts, aber sie wenden sie an. Wer hat sie angewiesen? Was haben sie erlebt, um diese Rituale und das Wissen immer weiter zu geben?
Es könnte von Wesen kommen, die Dr. Wen als Aliens oder Atlanter bezeichnet.
Es wurde erwähnt, dass es mehrere Blutlinien gibt und das es schon vor 2000 Jahren mehrere gegeben hat. Da die geheime Bruderschaft aus Mesopotamien kommt, kann es durchaus sein, dass ihre Wurzeln weiter im Osten liegen. Oder dass sich die Blutlinie und damit die geheime Bruderschaft nach Osten ausgebreitet hat. Dr. Wen könnte von dort aus, auf völlig anderen Wegen, von der Bruderschaft und dem Blut erfahren haben. Seine Idee, dass das große Geheimniss ein Same ist, passt doch sehr gut zur Idee des Blutes und der Verebung.
Letzlich interessant wird die Spinnerei, weil Grace sich gerade in den Osten aufgemacht hat. Mit dem geheimnissvollen Foto, dass sie Estelle entwunden hat (und wohl mit nach Indien nimmt).
Kann sich jemand denken, was es darstellen soll?
Dann gibt es noch den Hinweis, dass die Blutlinie auch die Wittelsbacher und König Ludwig umfasst. Der hatte also auch „besonderes“ Blut. Und den Beistand der Madonna. Die als Mutter des Kenosh Kenia auch besonderes Blut gehabt haben muss.
Das ist eine kleine aber feine Verbindung von GK2 zu GK3, in der eine Nebensache durch neue Informationen in völlig anderem Licht erscheint.
Vielleicht hätte Jane Jensen eine solche Verbindung von GK3 nach GK4 weiter ausgebaut?
Da sie angeblich noch Ideen für zwei Spiele schon fertig im Kopf hatte, als GK3 erschien, könnte es durchaus sein. Eventuell hätte dieses Verbinden und erweitern von Wissen nicht unbedingt mit Dr. Wen zu tun, sondern mehr mit der Aufgabe des Schattenjägers. Denn den Schattenjägermythos hätte sie ganz sicher weiter ausgebaut. Die Geschichte mit dem Blut und dem Kenosh Kania ist nun sicher ein Bestandteil dieses Schattenjägermythos geworden und kann auch weiter mit Details versehen werden – falls es einen weiteren Teil geben sollte.