Da neue Spiele nicht mehr für Vorgängermodelle kompatibel entwickelt werden (aufgrund der Anforderungen auch gar nicht mehr möglich), ist die Frage eher: wenn du dich für eine Konsolenmarke entschieden hast - kaufst du dir die zwangsläufigen Nachfolgemodelle, weil neuere Spiele nur noch darauf laufen? Man wird ununterbrochen dazu angehalten, neue Geräte zu kaufen, wenn man im Trend bleiben will.
Der Vorteil von Konsolen ist, ohne Frage, dass die Spiele, die dafür entwickelt werden, in der Regel reibungslos laufen. Installieren, loslegen. Bei der Playstation hatte ich praktisch nie (oder sehr, sehr selten) Bugs. Beim PC kann das schon mal knifflig sein, auch heute noch. Trotzdem würde ich den PC wählen, weil er noch andere Sachen kann außer Spiele.
Allerdings ist ein guter gamefähiger PC üblicherweise teurer als eine entsprechende Konsole. Für Ballerspiele und Online-Rollenspiele muss man schon ein schnelles und aufgerüstetes System haben. Unter 1000 Euro wird es schwer. Sogar Daedalic-Spiele verlangen inzwischen eine Menge von der Hardware; dabei sind das meist nur Standbilder.
Eine Konsole ist für das Spielen optimiert. Schnelle Jump-and-Runs und Egoshooter laufen dort wesentlich flüssiger als auf „normalen“ PCs. Da muss dann schon eine heftige Grafikkarte rein, damit derselbe Anspruch erreicht werden kann.
Will man bloß spielen, wäre eine Konsole deshalb durchaus empfehlenswerter, denn die schlägt mit 200-400 Euro zu Buche (wenn sie neu ist) - aber kriegt man dann auch alle Lieblingsspiele für genau diese Konsole?
Dafür kosten neue Konsolenspiele um die 60 Euro, bis sie dann irgendwann mal auf dem Grabbeltisch für 30 Euro landen („The Last of Us“ für PS3 ist Second Hand runtergerutscht auf 20 Euro, aber nur, weil die verbesserte PS4-Version für schlappe 70 Euro den Markt erobert hat). Man muss manchmal lange auf Vergünstigungen warten, da geht nur Gebrauchtkauf. PC-Spiele sind normalerweise billiger. Unterm Strich ist der PC vielseitiger. Dafür gibt's Steambindung...
